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Roséweine für das Picknick

Wenn’s draussen so richtig heiss und schwül ist, löscht kein anderer Weintyp den Durst mehr als der gekühlte Rosé. Das macht ihn auch zum perfekten Picknick-Wein.

Die Roséweine leben, im Gegensatz zu Weiss- und Rotweinen, primär von ihrer Farbe und von ihrer Assoziation mit der warmen Jahreszeit. Ein Roséwein ist immer auch eine Erinnerung an vergangene Ferien oder die Freizeit. Produziert wird ein Rosé aus Rotweintrauben, wobei der Saft der gepressten Trauben bereits wenige Stunden nach dem Pressen abgelassen wird. Durch den kurzen Kontakt mit den Traubenhäuten nimmt die Flüssigkeit ihre hellrote Farbe an.

Grundsätzlich gelten Rosés von der Struktur her als leichte Weine, die jung und gekühlt (10 bis 13 Grad) getrunken werden müssen. Nichtsdestotrotz findet man seit einigen Jahren Rosés auf dem Markt, die sogar im Eichenfass gereift sind und von der Struktur her fast schon an einen mittelschweren Rotwein denken lassen. Kauft man einen Rosé, ist es meist schwierig, auf dem Etikett zu erkennen, ob der Wein eher süsslich oder ganz trocken ist.

Grundsätzlich gehören die Roséweine jedoch zum Weintypus mit kurzer Lebensdauer und ich habe bis jetzt auch nicht die Erfahrung gemacht, dass sie sich noch weiterentwickeln, wenn sie einmal offen sind. Da Roséweine nicht sehr viele Gerbstoffe enthalten, kann man sie auch nicht lange lagern. Die meisten Abfüllungen sollten innerhalb von 1–3 Jahren getrunken werden.
Produziert werden Roséweine auf der ganzen Welt, wobei die Provence zu den bekanntesten Rosé-Regionen gehört. In der Schweiz besitzen wir zwei traditionelle Roséweine mit historischer Vergangenheit – den Dôle Blanche und den Oeil de Perdrix (siehe Box Rosé-Empfehlungen).

Bei einem Picknick ist die richtige Temperatur des Weins ein zentrales Thema. Bekanntlich erwärmt sich nicht nur der Wein im Glas schnell an der warmen Luft, sondern auch die Flasche. Ich empfehle daher immer, einen einfachen Kunststoffkübel mitzunehmen und ihn zu drei Vierteln mit Eiswürfeln zu füllen. Darin kann man die Weine perfekt kühl halten. Ein Rosé braucht etwa 15 Minuten, bis er die richtige Temperatur erreicht hat. Eine gute Methode, die Weine zu kühlen ist auch, sie in einen Bach zu legen. Auf jeden Fall sollte die Weinflasche im Schatten stehen.
Da beim Picknick alles viel lockerer zu- und hergeht, müssen auch keine speziellen Weingläser mitgenommen werden. Ganz wichtig – den Flaschenöffner nicht vergessen.

Der Rosé ist beliebt, er folgt nach dem Prosecco oder Schaumwein auf Platz zwei. Bei den Stillweinen ist der Rosé eher als günstiger Wein deklariert; bei den Champagnern ist es gerade umgekehrt. Rosé-Champagner ist viel teurer als der «normale« helle Champagner. Einen Rosé trinkt man eher kühl, bei 10–13 Grad. Roséweine sind perfekte Weine für Apéro, Antipasti, Salatkreationen und Grilladen – sowie für Fisch. Vorsicht vor dem Alkoholgehalt. Auch wenn man beim Rosé an einen eher leichten Wein denkt, hat er nicht selten 13–14 Volumenprozente. Kommt hinzu, dass man ihn viel lockerer trinkt als andere Weine.

Text: Chandra Kurt
Foto: Petrenkod/iStock/Thinkstock

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