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Weineinkauf beim Winzer

Wein kann man nicht nur im Weingeschäft oder im Detailhandel kaufen, sondern auch direkt auf dem Weingut. Ideal ist, dass man vor Ort die Weine verkosten und vergleichen kann. Zudem wird man meist direkt vom Winzer oder einer fachkundigen Person beraten. 

Text: Chandra Kurt Fotos: Gian Vaitl 

Waren Sie schon mal auf einem Weingut? Wenn nicht, ist es höchste Zeit. Für mich gehören Weingutsbesuche klar zum Alltag, aber es sind auch meine liebsten Ausflüge. Denn einerseits lerne ich jeweils weinkundige Personen kennen und andererseits kann ich sie alles fragen, was ich über den Wein wissen will.

Zum Beispiel in Rheinau 

Die meisten Weingüter der Schweiz verkaufen ihren Wein auch ab Hof. Einige sind immer offen, andere nur am Samstag und wiederum andere öffnen den Keller auf Voranmeldung. Auf jeden Fall lohnt es sich, vor dem Besuch kurz zu telefonieren – und sei es nur, um sich den Anfahrtsweg genau erklären zu lassen.

Kürzlich war ich wieder einmal in einem Keller meines Wohnkantons Zürich – der Staatskellerei in Rheinau. Schon allein die Besichtigung des Kellergewölbes des traditionsreichen Klosters Rheinau ist einen Besuch wert. Ebenso die neulich eingerichtete Degustationsecke im Keller. Die Palette der vinifizierten Weine ist spannend und reicht vom einfachen Riesling-Sylvaner bis zur komplexen Prestige cuvée Gamaret.

Sehr fasziniert hat mich ein neuer Wein, der aus der Rebsorte Solaris vinifiziert wird. In der Nase duftete er wie ein Sauvignon blanc und im Gaumen schmeckte er wie ein Deutscher Riesling. Auf jeden Fall zeigte er sich wunderbar frisch und saftig. Beim Verkosten notierte ich, dass dies wahrscheinlich der ideale Wein für asiatische Gerichte ist – was ich übrigens demnächst ausprobieren werde. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Weinproduzenten gerne über ihre Weine sprechen. Sie freuen sich auf Fragen und Anregungen. Fragen müssen übrigens nicht immer den Wein betreffen, sie können beispielsweise auch das zur Abfüllung passende Essen betreffen. Aber am besten findet man das selber heraus.

Noch ein Tipp: Ich kaufe jeweils sechs Flaschen pro Sorte ein, zumal ich lieber verschiedene Weine als von einem Wein viel habe. Man kann sich aber auch Probierkartons mit je zwei bis drei Flaschen pro Sorte zusammenstellen lassen.

Auf zur Weintour!

Die Adressen von Winzern findet man auf verschiedene Arten. Man kann beispielsweise den jeweiligen Fremdenverkehrsbüros telefonieren oder im Internet recherchieren. Zudem gibt es über die meisten Regionen auch Weinführer mit vielen interessanten Informationen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass man sich mit seinem Weinhändler unterhält und ihn fragt, ob man seine Lieferanten (Winzer) besuchen gehen kann.

Da zu einem guten Glas Wein auch etwas zu essen gehört, sollte man die Weineinkaufstour auch mit dem Stopp in einem regionaltypischen Restaurant verbinden. Einerseits kann man dort traditionelle Rezepte entdecken und andererseits den heimischen Wein geniessen. Die Adresse dieser Gaststätten lässt man sich am besten vom Winzer direkt geben, falls man nicht schon etwas Passendes in einem Reiseführer gefunden hat.

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