Shibori

In den 70ern und 90ern war Batik sehr beliebt. Eines der bekanntesten Motive ist das klassische Kreismuster, das durch Abbinden von Stoff entsteht. Der neueste Trend heisst Shibori und stammt aus Japan.

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Wir «entsorgen» nicht nur Lebensmittel, die noch essbar wären, wir trennen uns auch von allerlei Krimskrams, den wir nicht mehr zu benötigen meinen. Dazu gehören nicht nur Kleider, sondern auch Kissenbezüge, Vorhänge, Duvets oder Küchentüchlein. Wie wäre es, wenn wir diese Textilien wieder aufpeppen und ihnen ein neues, frisches, modernes Aussehen geben würden?

Zum Beispiel mit der Shibori-Technik. Shibori war in Japan im 6. Jahrhundert die Lösung für jene Leute, die sich nicht häufig neue Kleidung leisten konnten und daher mit Stofffarbe neue Effekte auf alten Kleidern erzielten. Heute werden nicht nur Kleider, sondern auch Wohnobjekte und Papier in Farbe getaucht. Bei Shibori entstehen durch Falten, Abbinden, Knoten und Nähen verschiedene Muster wie Kreise, Quadrate und Linien auf dem Stoff. Je nach Art der Faltung und Abbindung sowie der Stärke des Zusammendrückens gelangt die Farbe (am besten geeignet ist Indigo) an diesen Stellen nicht in den Stoff. Indem man Holzplättchen, Knöpfe oder Murmeln in die Faltung einbindet, entstehen weitere Muster.

Im Internet findet man diverse Hinweise zur Shibori-Technik und das dafür benötigte Material.

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