Tierwohl – was heisst das eigentlich?

Das Thema Tierwohl ist aktueller denn je. Schliesslich wollen Verbraucher Milch und Fleisch mit gutem Gewissen kaufen, und der Handel kommt diesem Wunsch gerne nach.
Beim Entscheid für Fleisch aus Schweizer Herkunft – insbesondere bei Labelprodukten – können sie sich darauf verlassen. Darin sind sich die Experten des von Proviande organisierten «Tierwohl-Gipfel» einig.

© Proviande

Der hohe Standard beim Tierwohl erreicht die Schweiz mit modernen, strengen Tierschutzbestimmungen, die international Vorbildcharakter geniessen. Entsprechend positiv hebt sich die hiesige Tierhaltung in vielen Belangen vom Ausland ab. Ein Beispiel: Währen in der EU Tiere bis zu 24 Stunden transportiert werden dürfen, beschränkt die Schweiz die Transportdauer auf maximal acht Stunden. Diese werden, aufgrund der kleinräumigen Strukturen in unserem Heimatland, deutlich unterschritten.

Neben den gesetzlichen Bestimmungen ist aber vor allem die landwirtschaftliche Praxis entscheidend. Im Kontrast zur industriellen Grosstuerhaltung in manchen Ländern ist die Schweiz von einer kleinräumigen Landwirtschaft geprüft. Die rund 53000 Betriebe sind meist bäuerlich und familiär strukturiert, das schafft einen starken Bezug zu Tier und Umwelt. Die dadurch bedingte tierfreundliche Haltung ist ein bedeutendes Qualitätsmerkmal von Schweizer Fleisch. Proviande ist es ein grosses Anliegen, das erreichte Niveau zu halten und weiter zu stärken.
Stark differenzierend für das Tierwohl sind verschiedene Förder- und Labelprogramme. Beispielsweise sind «besonders Tierfreundliche Stallungssysteme» (BTS) und «Regelmässiger Auslauf ins Freie» (RAUS) staatliche Anreizprogramme, an denen etliche Landwirtschaftbetriebe teilnehmen.

Auch das art- und umweltgerechte Futter ist in der Schweiz für gesunde Tiere und ein hohes Tierwohl verantwortlich. Als typisches Grasland produziert die Schweiz 86 Prozent des insgesamt benötigten Tierfutter selber. Die Futtermittel werden vom Bund streng kontrolliert und dürfen weder gentechnisch veränderte Organismen noch Tiermehl enthalten.

Branche, Konsumenten und Tierschutz haben alle ein grosses Interesse daran, den Tierschutz und das Tierwohl zu verbessern, um den Vorsprung gegenüber dem Ausland zu halten. «Eine solche Anforderung und Qualität hat ihren Preis, der sich aber für ein höheres Tierwohl bezahlt macht», sagt Heinrich Bucher, Direktor von Proviande.

www.proviande.ch

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