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Sharing Plates, ja oder nein?

Zwei Gourmets, zwei Meinungen

NADIA WÄLTY
Foto- und Videografin bei le menu

Sharing Plates ermöglichen das, was à la carte oft verwehrt bleibt: Vielfalt. Sie bieten ein Fest für neugierige Mäuler. Ein Löffel hier- von, ein Bissen davon, dazwischen ein Schluck Wein und ein Gespräch über Texturen, Säure, Röstaromen. Man reicht weiter, fragt nach, empfiehlt. So wird das Essen zum kulturellen Zusammenspiel statt zur Einzelleis- tung. Schmeichelt eine Speise nicht dem eigenen Gaumen, ist das kein Problem, jemand anderes am Tisch liebt sie vielleicht.

DOMENICO SEMINARA
Rezeptautor bei le menu

«Känned Sie oises Konzept scho?» Nein, aber lassen Sie mich raten. Ihre Portionen sind klein, zum Teilen und Sie empfehlen, ca. 15 Teller pro Person zu bestellen. In einer Zeit, in der gefühlt jedes Restaurant meint, Sharing Plates als grosse kulinarische Innovation verkaufen zu müssen, wirkt die gute alte Abfolge von Vorspeise, Hauptgang und Dessert geradezu rebellisch erfrischend.

Für oder gegen Sharing Plates: Bei der Schnellumfrage unter den Geniessenden von le menu waren die Befürworter:innen vorne.

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