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APRIKOSE, DIE PRINZESSIN DER SCHWEIZ

Rund um die sonnenverwöhnten Walliser Obstgärten befindet sich die Hochburg der Prinzessin Aprikose. Reife Walliser Aprikosen liebkosen den Gaumen mit saftiger Süsse. Darum schöpfen wir aus den Vollen, zaubern Feines daraus – und unterziehen hier auf Kulipedia der Aprikose unsere ganz eigene Reifeprüfung.

GUT ZU WISSEN

Worin unterscheiden sich Aprikosen und Pfirsiche?

Obwohl Aprikosen und Pfirsiche von der gleichen Familie, den Rosengewächsen abstammen und beide zur Gattung Steinobst zählen, unterscheiden sie sich deutlich. Aprikosen sind kleiner und säuerlicher als Pfirsiche. Ihre Farbe ist eher orange-rötlich, jene der Pfirsiche rot. Aprikosen enthalten auch weniger Zucker und Wasser, Pfirsiche sind süsser und saftiger. Dennoch lassen sie sich in Rezepten austauschen.

ANTWORTEN ZUR APRIKOSE

VON UNSEREN KULINARISCHEN EXPERTEN

Silvia Erne

Kilian Hürlimann

Beatrix Leonhardt

Andrea Mäusli

Stefan Wälty

Schweizer Aprikosen haben nur eine kurze Saison: Je nach Sorte sind sie im Juni, Juli oder August reif.

Aprikosen sind genussreif, wenn das Fruchtfleisch auf Druck nachgibt. Das Fruchtfleisch sollte weich, süss und leicht säuerlich sein. Aprikosen bekommen rote Bäckchen an jener Seite, die meiste Sonne abbekommen hat. Dies stellt ein weiteres Qualitätsmerkmal dar. Es lohnt sich, reife Aprikosen zu kaufen, denn ihre Süsse entwickeln sie am Baum. Nach der Ernte reifen sie kaum nach. Es empfiehlt sich zudem, die süssen Früchtchen rasch zu essen; da sie schnell verderben.

Reife Aprikosen haben einen ausgeprägt süssen Geschmack und eine weiche, aber leicht bissfeste Konsistenz. Aprikosen, die noch nicht reif sind, schmecken zum Teil säuerlich.

Die bekannteste Sorte, die in der Schweiz, vor allem im Wallis angebaut wird, ist die Sorte Luizet. Die ist einfach in der Pflege und hocharomatisch, aber heikel im Transport. Nebst der Luizet werden im Wallis, das notabene für 95% der hiesigen Ernte verantwortlich ist, weitere Aprikosensorten angebaut, z.B. Bergeron und Goldrich.

Ja. Aprikosen haben viel Vitamin A, das für eine schöne, weiche Haut sorgen und diese vor UV-Strahlen schützen soll. Auch die Vitamine E und B sind enthalten sowie Mineralstoffe, Magnesium und Kalium. Aprikosen sollen zudem das Immunsystem und den Kreislauf stärken können. Getrocknete Aprikosen sind durch den Wasserentzug reicher an Mineralstoffen und ärmer an Vitamin C als frische.

Beim Backen, z.B. von Aprikosenwähre, wird den Früchten Fruchtsaft entzogen und folglich ein Teil der Süsse.

Aus Aprikosen lässt sich allerhand Feines zubereiten. Von der schweizerischen Aprikosenwähe bis zur marokkanischen Tajine, von der Konfitüre bis zur Mousse oder Jalousie. Auch salzig, z.B. als Einlage in einem Cordon-Bleu oder als Schnitzli in einem sommerlichen Salat, schmecken die Früchte super. Aprikosen können auch gedörrt werden als feiner, gesunder Snack zum Mitnehmen.

Am besten lassen sich Aprikosen halbiert in einem Dörrex oder einem ähnlichen Trocknungsgerät trocknen. Wer kein solches Gerät hat, kann die Früchte halbieren, auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech geben und bei leicht geöffneter Ofentür bei ca. 70°C trocknen.

Viele Dörrfrüchte werden geschwefelt, um sie vor Mikroorganismen zu schützen und sie länger haltbar zu machen. Zudem bleibt so die schöne Farbe erhalten. Durch das Schwefeln verlieren die Früchte allerdings Vitamine. Geschwefelte Früchte sind zwar nicht ungesund, können aber bei Empfindlichkeit Kopfschmerzen und Magenprobleme verursachen. Geschwefelte Früchte müssen auf der Verpackung entsprechend gekennzeichnet werden.

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Fun Fact

Was ist der Unterschied zwischen Aprikose, Marille und Mirabelle?

Aprikosen und Marillen sind das gleiche. Unseren österreichischen und süddeutschen Nachbarn nennen Aprikosen Marillen und die Appenzeller übrigens Amerille. Die Mirabelle hingegen ist eine andere Frucht, die zwar zum Steinobst gehört, aber eine kleine gelbliche Variante der Zwetschge ist.

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