KICHERERBSEN, ORIENTALISCHE KULTURPFLANZE

GUT ZU WISSEN

WAS SIND KICHERERBSEN?

Die Kichererbse ist eine alte Kulturpflanze, die schon vor über 8000 Jahren im Orient angebaut und genutzt wurde. Sie gehört wie z.B. Erbsen, Linsen oder Sojabohnen zur Familie der Schmetterlingsblütler. Man unterscheidet zwischen drei Typen: Desi, Gulabi und Kabuli, wobei bei uns die Sorte Kabuli am bekanntesten ist. Angebaut werden sie am häufigsten in heissen Gebieten wie z.B. Indien. Die Pflanze kommt gut mit Trockenheit zurecht, daher wird sie vermehrt auch in Europa angebaut. Es gibt auch bereits Schweizer Bauern, die erfolgreich Kichererbsen ernten konnten.

ANTWORTEN ZU KICHERERBSEN

VON UNSEREN KULINARISCHEN EXPERTEN

Silvia Erne

Domenico Seminara

Andrea Mäusli

Beatrix Leonhardt

Stefan Wälty

Das Einweichen von Kichererbsen verkürzt die Kochzeit massiv. Es wirkt wie Vorgaren. Zudem werden die Hülsenfrüchte so bekömmlicher. Am besten weicht man sie mindestens 6 Stunden oder über Nacht in kaltem Wasser ein. Wichtig: Genug Wasser nehmen, da die Erbsen viel Wasser aufnehmen. Das Einweichwasser wird weggekippt, es enthält ungesunde Stoffe wie Phasin.

Eingeweichte Kichererbsen spült man zuerst mit Wasser ab. Danach werden sie mit frischem Wasser leicht sprudelnd je nach Verwendungszweck ca. 1–2 Stunden gekocht. Für Hummus sollten die Kichererbsen richtig weichgekocht werden, damit sie gut püriert werden können. Für Salate oder die Weiterverwendung in Eintöpfen dürfen sie leicht Biss haben. Zur Garprobe einfach ein paar Kichererbsen aus dem Kochwasser fischen und mit einem Messer anstechen oder zwischen den Fingern zerdrücken. Gibt man dem Kochwasser etwas Natron hinzu, verkürzt sich die Garzeit etwas und die Kichererbsen werden bekömmlicher.

Kichererbsen in der Dose sind immer vorgekocht. Sie können sofort für Salate, Hummus usw. verwendet werden. Übrigens: Das Wasser in der Dose heisst «Aquafaba» und eignet sich prima als Eiweissersatz für die vegane Küche.

Getrocknete Kichererbsen sind etwas aufwändiger zu verarbeiten: Man weicht sie zuerst für einige Stunden ein, kocht sie und verarbeitet sie erst dann weiter.

Der Name kommt vermutlich von der lateinischen Bezeichnung der Kichererbsenpflanze Cicer arietinum. Cicer wird als «Kiker» ausgesprochen, was sehr ähnlich tönt wie Kichern.

Ja, Kichererbsen können zum Blindbacken verwendet werden. Nach dem Gebrauch abkühlen lassen und in einer Dose versorgen. So lassen sie sich einige Male verwenden.

Für Falafel weicht man Kichererbsen etwa 12 Stunden in kaltem Wasser ein. Danach giesst man das Wasser ab und spült die Erbsen mit frischem Wasser ab. Dann im Cutter oder Mixer zerkleinern und mit Zwiebel, Knoblauch, Gewürzen und Kräutern zu einer kompakten Masse vermischen. Zu UFO-förmigen Bällchen formen und frittieren. Dazu passt eine Sauce aus Naturejogurt und Koriander.

Für Falafel weicht man Kichererbsen etwa 12 Stunden in kaltem Wasser ein. Danach giesst man das Wasser ab und spült die Erbsen mit frischem Wasser ab. Dann im Cutter oder Mixer zerkleinern und mit Zwiebel, Knoblauch, Gewürzen und Kräutern zu einer kompakten Masse vermischen. Zu UFO-förmigen Bällchen formen und frittieren. Dazu passt eine Sauce aus Naturejogurt und Koriander.

Kichererbsen püriert man am besten in einem leistungsstarken Cutter. Sind die Erbsen sehr weichgekocht, eignet sich am besten ein Passe-vite. Stabmixer sind nur bedingt zum Pürieren geeignet, da sie die eher trockenen Kichererbsen nicht optimal verarbeiten können.

Kichererbsen sind kalorienarm und reich an Ballaststoffen. D.h., sie halten lange satt und sind gut für die Verdauung. Die Hülsenfrucht punktet zudem mit wertvollen Inhaltsstoffen wie Zink, Phosphor und Magnesium. Wichtig: Kichererbsen niemals roh verzerren, da sie in rohem Zustand giftig sein können.

Als Faustregel kann man sagen: die rohe Menge ergibt gekocht die Doppelte Menge.

Also 100 g rohe ergeben 200 g gekochte Kichererbsen.

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Fun Fact

WIE KANN ICH MEIN KICHERERBSENHUMMUS AUFPEPPEN?

Hummus kann man nach eigenem Gusto aufpeppen. Wer es pikant mag, mischt fein gehackte Peperoncini oder geräucherte Chillies rein, wer es gerne mit viel Kräutern mag, macht sich ein Pesto aus verschiedenen Kräutern und gibt dies als Topping auf das Hummus. Weitere Ideen:

  • Zusammen mit gekochten Randenstücken pürieren
  • Mit Currypulver und Zitronengras
  • Mit reifer Avocado püriert
  • Mit gehackten Dörrtomaten
  • Mit einem Teil Süsskartoffel püriert
  • Mit einem Teil Kürbis püriert

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HOW-TO-VIDEO: KEFTE AUF HUMMUS

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